
Die Operation zur Brustverkleinerung wird ausgeführt, um bei Frauen das Aussehen
der Brust ästhetischer zu gestalten und daneben auch einige gesundheitliche Probleme
zu lösen, die große Brüste mit sich bringen.
Diese Probleme sind Rückenschmerzen, Schmerzen an den Handgelenken, übermäßiges
Schwitzen unter den Brüsten, Hautentzündungen und Infektionen.
Die Operation zur Brustverkleinerung ist in der ästhetischen Chirurgie eine der
am meisten vorgenommenen Eingriffe und sie führt - aus welchem Grund auch immer
sie durchgeführt wird - zu einer Erhöhung der Lebensqualität der Patientin, die
diese Operation benötigt.
Übergroße Brüste können erbliche oder hormonale Gründe haben aber auch vom Übergewicht
oder davon abhängig sein, dass man nach der Schwangerschaft nicht abnehmen konnte.
Übergroße Brüste führen zu:
- Haltungsschäden (Buckelbildung),
- Rücken- und Halsschmerzen,
- Taubheit und Kraftverlust an den Händen (abhängig vom Einquetschen von Nerven
in den Schultern),
- Hautentzündungen und schlechtem Geruch unter den Brüsten,
- Abdrücke der BH-Riemen an den Schultern,
- und zu psychologischen Problemen, besonders bei jungen Mädchen.
Außerdem können sie in Abhängigkeit davon, dass man wegen der Übergröße der Brüste
nicht an sportlichen Aktivitäten teilnehmen kann, zur Obesität führen.
Es gibt kein bestimmtes Alter für die Ausführung dieser Operation. Die Operation
zur Verkleinerung der Brüste kann nach Abschluss der Entwicklung der Brüste (kein
Wachstum mehr in den letzten 6 Monaten) vorgenommen werden.
Allerdings gibt es Ausnahmen davon. Bei jungen Mädchen, die noch in der Pubertät
sind und die Brüste noch wachsen, kann es notwendig werden einen chirurgischen Eingriff
vorzunehmen, bevor die Entwicklung abgeschlossen ist, damit die normale psychosoziale
Entwicklung nicht beeinträchtigt wird. Heute finden 12,5 % der Operationen zur Brustverkleinerung
bei Mädchen im Pubertätsalter statt.
Bei älteren Patientinnen, kann der Entschluss zur Operation gefasst werden, nachdem
man das Risiko, dass sich die Komplikationen erhöhen mit der Notwendigkeit der Operation
verglichen hat. Es ist nützlich, vor der Operation die folgenden Fragen zu beantworten:
- Ist die Größe der Brüste abhängig von einer hormonalen Störung?
- Hält der Wachstum der Brüste weiter an?
- Ob sich in der Brust fühlbare Knoten befinden, die schmerzhaft oder auch unschmerzhaft
sind?
Es muss hinterfragt werden, ob in der Vergangenheit an der Brust Infektionen vorgekommen
oder chirurgische Eingriffe vorgenommen worden sind.
Die bei der Operation zur Verkleinerung der Brust anzuwendende Technik ist je nach
der Größe der Brüste unterschiedlich. Diese Techniken entscheiden oft die kurz-
und langfristigen Resultate der Operation. Jede dieser Techniken hat Vor- und Nachteile
und die Entscheidung über die anzuwendende Technik trifft manchmal der Chirurg selbst
und manchmal wird sie zusammen mit der Patientin getroffen. Bei der Entscheidung
bezüglich der Technik müssen folgende Kriterien berücksichtigt werden:
- Die höhere Neupositionierung der Brustwarze und des Brustwarzenvorhofrandes, darf
die Versorgung dieser Teile mit Nährstoffen und deren Durchblutung nicht beeinträchtigen.
- Es müssen Techniken vorgezogen werden, die den Gefühlssinn der Brustwarze erhalten.
- Die Eigenschaft der Milchproduktion muss entsprechend der Patientin erhalten werden.
- Es muss möglich sein eine ästhetische Brustform zu gestallten, wenn man genügende
Menge an Brustgewebe entfernt hat.
Es sind mehr als ein Verfahren, die diese Prinzipien erfüllen beschrieben worden.
Natürlich gibt es bei allen chirurgischen Methoden Vor- und Nachteile. Eine dieser
Methoden ist die Lejour Methode. Die Methode wird nach der Person benannt, die diese
Methode populär gemacht hat. Lejour beschreibt diese Methode als eine Brustverkleinerungstechnik,
wobei man ästhetisch gesehen bessere Ergebnisse erhält und die sicher ist.
Allerdings hat diese Technik Nachteile, wie mögliche Schnittrevision (nochmalige
Behandlung der Narbe), verspätete Wundheilung, sehr späte endgültige Bildung der
gewünschten Brustform und dass insbesondere bei extrem großen Brüsten die Versorgung
der Brustwarze beeinträchtigt wird und der Gefühlssinn verloren geht. Außerdem wachsen
bei dieser Technik, langfristig gesehen, die senkrechten Narben in die Länge und
führen zur (bottom-out deformite genannten) Deformation der Brust (Absinken des
Brustgewebes)
Wir ziehen bei unseren Patientinnen die zentral pedikuläre Methode vor. Unser Ziel
ist es, das Brustgewebe und die Haut separat zu formen und der Haut keine Last aufzubürden
sowie die Haut wie ein Tuch ohne Spannung aufzulegen und die verbleibende Narbe
so gering wie möglich zu halten. Wenn die Brust nicht zu sehr hängt, wird mit einem
vertikalen Einschnitt abgeschlossen.
Wenn der Abstand zwischen der Brustwarze und dem Schlüsselbein wächst, wird es notwendig
zum „T-Schnitt“ überzugehen. Wenn auch der „T-Schnitt“ angewandt werden sollte,
wird er so ausgeführt, dass er durch den Bikinioberteil zugedeckt wird.
Mit dieser Technik, die wir bei der Operation zur Brustverkleinerung vorziehen,
erhalten wir Brüste, die langfristig steif und formstabil bleiben und der Gefühlssinn
der Brustwarze und die Milchproduktion nicht beeinträchtigt werden. Bei dieser Technik
verläuft die Operation erfolgreicher und die Ergebnisse sind langlebiger.
Obwohl es sehr viele Verfahren bei der Operation zur Brustverkleinerung gibt, werden
bei allen die folgenden Prozeduren durchgeführt:
- Es wird Brustgewebe in der geplanten Menge entfernt.
- Die Brustwarze wird höher, in die normale Position verlegt. Falls die Brustwarze
zu groß ist, wird sie verkleinert.
- Falls es eine Asymmetrie der Brüste gibt (falls die eine Brust tiefer liegt oder
größer ist als die andere usw.), wird sie soweit wie möglich korrigiert.
Die Wirkung der Operation zur Brustverkleinerung auf die Stillfähigkeit: Zum normalen
Stillen ist es notwendig, dass es zwischen den Milchkanälen und der Brustwarze Verbindungen
bestehen und die Funktion des Brustgewebes sowie der Gefühlssinn der Brustwarze
vorhanden sind.
Bei einem chirurgischen Eingriff, bei dem diese anatomischen und physiologischen
Eigenschaften nicht verloren gehen, kann nicht von einer Beeinträchtigung der Stillfähigkeit
gesprochen werden. Die Reizung der Brustwarze durch das Baby führt mit einem nervlichen
und hormonalen Zyklus, wobei auch die Hormone Prolaktin und Oxytozin eine Rolle
spielen, dazu, dass die Milchdrüsen sich zusammenziehen und Milch ausgeschieden
wird. Damit dieser Reflex funktionieren kann, ist es notwendig, dass die Brustwarze
ihren Gefühlssinn besitzt.
Die Abnahme des Gefühlssinns der Brustwarze kann diesen Zyklus und somit die Milchausscheidung
beeinträchtigen. Bei den kontrollierten Praktiken der letzten Jahre kam es oft vor,
dass im ersten Monat beim Gefühlssinn der Brustwarze eine Minderung eintrat, was
sich aber in den nachfolgenden Monaten wieder besserte.
Es muss allerdings bemerkt werden, dass bei den gleichen Praktiken es beobachtet
wurde, dass bei Patientinnen mit großen Brüsten die Brustwarzen gegen Vibrationen
und Schmerzen unempfindlicher wurden. Falls die Brustwarze von dem darunter liegenden
Brustgewebe komplett abgetrennt und als separater Teil versetzt wird, ist das Stillen
nicht mehr möglich.
Da bei fasst allen der heute angewandten Methoden der Brustverkleinerung die Brustwarze
zum Teil mit dem Brustgewebe verbunden gelassen wird, kann die Stillfähigkeit erhalten
werden.
Allerdings kann die Menge der Milch abnehmen. Der Faktor, der die Menge der produzierten
Milch bestimmt, ist die Menge des Brustgewebes, dass nach der Operation belassen
worden ist und dass die Einheit dieses Gewebes mit den Kanälen der Brustwarze nicht
abgeschnitten wurde. Ein großer Anteil des Gewebes, das bei der Operation zur Brustverkleinerung
entfernt wird, besteht aus Fettgewebe. Aus diesem Grund konnte erwiesen werden,
dass bei Operationen zur Brustverkleinerung, bei denen die Brustwarze mit Stiel
versetzt wird, das Stillen möglich ist.
Die Beziehung der Operation zur Brustverkleinerung zum Brustkrebs: Auch wenn Brustkrebs
bei Frauen sehr oft vorkommt, gibt es zwischen der Operation zur Brustverkleinerung
und Brustkrebs keinen wissenschaftlich erwiesenen Zusammenhang. Man kann sogar sagen,
dass dadurch, dass der Brustvolumen verkleinert wird und das entnommene Gewebe histo-pathologisch
untersucht werden kann, das Risiko des Brustkrebses herabgesetzt wird.
Vorbereitung zur Operation
Falls Sie es vorhaben, sich einer solchen Operation zu unterziehen, sollten Sie
vorrangig einen plastischen Chirurgen aufsuchen, sich informieren und untersuchen
lassen.
Da bei verschiedenen Größen der Brust verschiedene Methoden zur Brustverkleinerung
angewandt werden, ist es wichtig, dass Sie eine komplette physische Untersuchung
durchführen lassen und sich mit Ihrem Arzt darüber unterhalten. Zum Beispiel ist
es wichtig, ob Sie rauchen, irgendwelche Herz-, Ader- oder Blutkrankheiten haben
oder Diabetiker sind.
Es ist auch wichtig, ob Sie nach der Operation eine Schwangerschaft planen, denn
bei der Operation werden, je nach der angewandten Methode, in unterschiedlichen
Mengen Milchkanäle abgeschnitten. Sie müssen Ihrem Arzt mitteilen, welche BH-Größe
Sie nach der Operation tragen möchten, welche Punkte Sie zurzeit stören und auch
Punkte wie Größe, Asymmetrie, überdimensionierte Brustwarzen sollten angesprochen
werden.
Vor der Operation werden für die Anästhesie Blutuntersuchungen durchgeführt und
Sie werden von einem Facharzt für Anästhesie untersucht. Ihr Arzt und der Facharzt
für Anästhesie beurteilen gemeinsam, ob Sie für solch eine Operation aus medizinischer
Sicht geeignet sind. Außerdem ist es angebracht, bei Patientinnen unter 30 Jahren,
eine Brust-Ultrasonographie und bei Patientinnen über 30 Jahren eine Mammographie
durchzuführen.
In den 10 Tagen vor der Operation dürfen Sie kein Aspirin oder ähnliche blutverdünnende
Mittel einnehmen. Falls Sie rauchen, dürfen Sie jeweils zwei Wochen vor und nach
der Operation nicht rauchen. Falls Sie Diabetes haben, wird Ihr Arzt darüber entscheiden,
ob die Operation durchgeführt werden kann. Vor der Operation dürfen Sie 48 Stunden
lang keinen Alkohol konsumieren. Alkohol vermindert Ihre körperliche Immunkraft
und reagiert mit den Anästhesiemitteln. Das wichtigste ist, dass Sie vor der Operation
8 Stunden lang keine Nahrung zu sich nehmen.
Die Pläne und die Zeichnungen, die unmittelbar vor der Operation angefertigt werden,
während die Patientin aufrecht steht, sind für das Resultat der Operation lebenswichtig.
Die Stelle, wohin die Brustwarze versetzt und welche Menge an Brustgewebe entfernt
wird sowie die Form, die die Brust annehmen soll, wird auf der Brust mit Hilfe eines
Stiftes und Bandmasses gemessen und gezeichnet, während die Patientin aufrecht steht.
Das Abmessen und die Zeichnung werden entsprechend dem Wunsch der Patientin nach
der Brustgröße, der Form der Brust und vorhandenen Unregelmäßigkeiten und Deformationen,
Asymmetrie, Überbreite der Brustwarzen, dem Grad des Hängens und der Größe des Brustgewebes
ausgeführt.
Es ist wichtig, dass die Zeichnung vor der Operation gemacht wird und dass die Patientin
dabei aufrecht steht denn die Brüste werden sich ausbreiten, wenn sich die Patientin
für die Operation hinlegt und somit wird die Wahrnehmung des Chirurgen für die Form
beeinträchtigt. Deshalb ist es notwendig, dass die Operation nach der Zeichnung
ausgeführt wird, die im aufrechten Zustand der Patientin angefertigt wurde.
Operationsprozess
Die Operation wird im Krankenhaus und unter Vollnarkose ausgeführt. Entsprechend
der Größe der Brüste und der angewandten Operationsmethode dauert sie 3-5 Stunden.
Das gesamte Gewebe, das bei der Operation entnommen wurde, wird zur pathologischen
Untersuchung geschickt. Falls in dem entnommenen Gewebe Knoten oder bösartige Gebilde
entdeckt werden, die vorher unbemerkt geblieben waren, wäre das ein Entdecken in
einem früheren Stadium. Es wird außerdem behauptet, dass das Risiko für Brustkrebs
gemindert wird, da ein Teil des Brustgewebes bei der Verkleinerung von übergroßen
Brüsten entfernt wird.
Für die Operation zur Brustverkleinerung sind mehrere Verfahren beschrieben worden.
Welches Verfahren auch immer angewandt wird, wird im Vergleich zu dem Zustand vor
der Operation, eine bessere Form und ästhetischere Proportionen der Brust erreicht.
Allerdings müssen die Patientinnen beim Erhalt von kleineren, wohlgeformten und
gesunden Brüsten als Nebeneffekt es in Kauf nehmen, dass Narben entstehen und das
Risiko besteht, dass der Gefühlssinn sowie die Stillfähigkeit gemindert werden.
Es ist sehr schwer vorauszusagen, wie lange die Form, die die Brüste nach der Operation
zur Brustverkleinerung erhalten, bestehen bleibt. Das richtet sich nach der Größe
des verbleibenden Brustgewebes, den Hauteigenschaften, dem Alter, den erblichen
Eigenschaften und der Lebensweise. Was wir nicht vergessen dürfen, ist die Tatsache,
dass diese Operation - und jede Art von ästhetischer Operation - den Alterungsprozess
nicht aufhält. Ästhetische Operationen können den Alterungsprozess nicht aufhalten,
sondern nur dafür sorgen, dass Sie jünger und ästhetischer ausschauen.
Die Grundprinzipien der heute durchgeführten Operationen zur Brustverkleinerung
sind die Entfernung von überschüssiger Haut, Fett- und Brustgewebe und anschließend
das separate Formen der Brusthaut und der Milchdrüse und unter Bewahrung der Durchblutung
und des Gefühlssinnes der Brustwarze, das Versetzen an die neue anatomische Stelle.
Bei Operationen zur Brustverkleinerung wird es auf jeden Fall Narben geben.
Im Allgemeinen gibt es Narben um die Brustwarze und von der Brustwarze senkrecht
zur Brustfalte und an der Brustfalte entlang wie ein auf den Kopf gestelltes „T“
oder von der Brustwarze zur Linie der Brustumschlagsfalte senkrecht verlaufende
und in der Form einer Rakete ausschauende vertikale Narbe. Auch wenn diese Narben
am Anfang störend wirken, erhält man im Laufe der Zeit gute Ergebnisse. Die Narben
sind zuerst rosa-rötlich und wenn es bei der Patientin keine pathologische Wundheilung
gibt, verblassen sie mit der Zeit und werden hell.
Heilungsprozess nach der Operation
4 Stunden nach der Operation dürfen Sie wieder Nahrung zu sich nehmen. Nach dem
Essen, dürfen Sie aufstehen. Nach der Operation bleiben Sie 1-2 Tage im Krankenhaus.
In den ersten Tagen wird zum Sammeln der sich eventuell in der Operationsregion
bildenden Blut- und Serumsausflusses Vakuumkanülen eingesetzt.
Entsprechend der Menge, können diese Kanülen 3-5 Tage später wieder entfernt werden.
Es wäre angebracht in den ersten Tagen die Armbewegungen einzuschränken. In der
ersten Woche tragen Sie ein Band der die Brüste umwickelt. Dann wird das Band abgenommen
und es werden dünne Bände eingesetzt, die nur die Nahtlinien verdecken. Nachdem
die Kanülen und die Bänder abgenommen sind, können Sie baden.
Es ist normal, dass sich in der Operationsregion Ödeme bilden. In halbsitzender
Position zu schlafen wird dazu beitragen, dass die Ödeme und die Schmerzen schneller
vergehen. Nach dem Sie das Krankenhaus verlassen haben, sollten Sie anfangen, Sportler-BHs
ohne Bügel zu tragen, die Ihre Brüste fest umwickeln und der neuen Größe entsprechen.
Während die Wunden an den Schnittstellen heilen, wird es Rötungen, Schwellungen
und Juckreiz geben. Nachdem einige Monate vergangen sind, werden die Narben der
Nähte rasch undeutlich. Nach einem halben bis einem Jahr, werden sie fast unsichtbar.
Die blauen Flecke, die sich in der Operationsregion bilden sind vorübergehend und
vergehen je nach der Beschaffenheit Ihrer Haut in verschieden langen Fristen.
Schmerzen wird es natürlich geben aber sie sind mit Schmerzmitteln leicht unter
Kontrolle zu halten. Nach vier Tagen können Sie zum normalen Alltag und zu Ihrer
Arbeit zurückkehren. Aktivitäten, die Leistung verlangen. wie z.B. Sport, sollten
Sie zwei Monate lang vermeiden.
Nach der Operation werden Ihre Rückenschmerzen vergehen, da Sie nicht mehr Ihre
großen Brüste tragen müssen. Sie können bequemer und aufrecht laufen. Sie werden
keine Probleme mehr mit Hautentzündungen und unangenehmen Gerüchen unter der Brust
haben. Da zu große Brüste Ihre Arme nach unten ziehen, werden die Nerven, die zu
den Armen und Händen führen, in den Schultern unter dem Schlüsselbein eingequetscht.
Das führt zu Schmerzen in Ihren Armen, Händen und Handgelenken sowie zu Kraftverlust
in den Händen. Durch Brustverkleinerung, können Sie sich von diesen Problemen lösen.
Dadurch, dass Ihre Brüste kleiner geworden sind, wird Ihre Bewegungsfreiheit erhöht
und Sie kommen in die Lage Sport zu treiben.
Falls es in Ihren Brüsten eine Asymmetrie gibt (eine Brust ist größer als die andere
oder hängt, oder es gibt Größenunterschiede zwischen den Brustwarzen), werden auch
diese ästhetischen Mängel beseitigt. Die Patientinnen sind im Allgemeinen zusätzlich
glücklicher, da sie Kleidungen anziehen können, die sie früher nicht tragen konnten.
Da während der Operation, ein Teil des Brustgewebes entfernt wird, verringert sich
das Risiko des Brustkrebses. Außerdem wird es leichter einen später eventuell auftretenden
Krebsfall festzustellen, da das verbliebene Brustgewebe mengenmäßig geringer geworden
ist. Sie werden auch ein gesünderes Sexualleben führen.
Die Risiken der Operation zur Brustverkleinerung
Jeder chirurgischer Eingriff beinhaltet ein bestimmtes Maß an Risiko. Auch bei der
Operation zur Brustverkleinerung gibt es Risiken und eventuelle Komplikationen.
Es ist nützlich, darüber Bescheid zu wissen.
Blutung: Wenn auch zur Vermeidung von Blutansammlung in der Operationsregion Kanülen
eingesetzt werden, kann es zu Hämatomen kommen. Diese Komplikation macht sich durch
blaue Flecke, Schwellungen und Schmerzen auf der Brust bemerkbar. Sie treten im
Allgemeinen bei Patientinnen auf, die in den 10 Tagen vor der Operation Aspirin
oder ähnliche blutverdünnende Mittel eingenommen haben.
Infektionen: Diese Komplikation tritt selten auf. Die Ursache der Infektionen sind
im Allgemeinen die Bakterien, die sich in den Milchkanälen befinden.
Die Bakterien, die hier normalerweise keine Infektion hervorrufen, können während
der Brustverkleinerung durch das Durchschneiden der Milchkanäle sich im Gewebe verteilen
und somit Infektionen hervorrufen. Im Allgemeinen gibt es ein Infektionsrisiko,
wenn die Patientin eine Immunitätsschwäche oder eine zusätzliche Krankheit hat.
Das Infektionsrisiko erhöht sich, wenn die Patientin Blutarmut oder Diabetes hat
oder alt ist. Die häufigste Ursache ist Diabetes.
Die Patientinnen, die sich der Operation zur Brustverkleinerung unterziehen möchten
und Diabetes haben, müssen wissen, dass bei den Nähten Heilungsprobleme oder Infektionen
entstehen können. Eine andere Ursache für diese Art von Komplikationen ist das Rauchen.
Aus diesem Grund empfehlen wir, dass Sie jeweils zwei Wochen vor und nach der Operation
nicht rauchen.
Heilungsprobleme an den Nähten oder Platzen der Nähte: Tritt nur dann auf, wenn
die Patientin Probleme mit der Wundheilung oder Immunitätsschwäche hat. Die häufigste
Ursache ist Diabetes. Es ist möglich, dass sich die Wunde aufspaltet oder spät heilt.
Es kann sein, dass manche Regionen der Brusthaut oder die Brustwarze nicht normal
heilen oder der Heilungsprozess lange dauert. Es kann sogar vorkommen, dass Verluste
an dem Haut- oder Brustwarzengewebe auftreten. In diesem Fall kann häufige Wundbehandlung
oder zur Entfernung des nicht heilenden Gewebes ein chirurgischer Eingriff notwendig
werden. Raucherinnen sind gegenüber Hautverlusten und Komplikationen bei der Wundheilung
unter einem größeren Risiko.
Taubheit an der Brustwarze: Entsprechend der angewandten Methode, der Brustgröße
und dem Hängen der Brust kann Verlust an Gefühlssinn gar nicht, teilweise oder total
auftreten.
Asymmetrie: Bei vielen Frauen tritt Asymmetrie an den Brüsten von Natur aus auf.
Unterschiede in den Brüsten und an den Brustwarzen als Form, Größe und Symmetrie
können auch nach der Operation vorhanden sein. Allerdings werden Ihre Brüste nach
der Operation auf jeden Fall symmetrischer sein als vorher.
Narben auf der Haut: Alle chirurgischen Einschnitte führen zu Narben. Die Eigenschaft
dieser Narben kann nicht vorausgesehen werden. Anormale Narben, können sich auf
der Haut oder in tieferen Schichten bilden. In manchen Fällen wird es notwendig,
die Narben chirurgisch zu korrigieren oder mit anderen Methoden zu behandeln.