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Klassische Gesichts- und Halsstraffung
Definition: Zur Erstellung eines jüngeren Aussehens werden;

die Fettschichten des Gesichts umgeformt oder verringert,

die Gesichtsmuskeln und -gewebe gestrafft und umgeformt,

die überschüssigen und herabhängenden Hautparteien im Gesicht, unter den Wangen, an der Kinnkontur und am Hals abgetragen.

Altersgrenze: Wenn keine außerordentliche Situation vorliegt, kommen Frauen ab dem 16. und 17. Lebensalter, sowie Männer ab dem 18. und 19. Lebensalter in Frage. Die obere Altersgrenze wird durch dass Allgemeinbefinden der Person bestimmt.

Die präoperative Vorbereitung beginnt 3 Wochen vor der OP. Hierbei bittet man den Patienten, den Nikotingenuss einzustellen.

Die Operation dauert 3- 6 Stunden.

Stationär/ambulant: je nach den Umständen

Narkose: Vollnarkose bzw. lokale Anästhesie + Sedierung.

Genesungsdauer: Arbeitsantritt binnen 10 Tagen oder 2 Wochen

Zahl der erforderlichen Eingriffe: meistens nur einmal

Risiken: Nervenschäden, Hämatome (Blutansammlungen unter der Haut), Asymmetrie, unregelmäßige Wundheilung, Änderung der Haarlinie, Komplikationen bezüglich der Narkose

Nachhaltigkeit des Ergebnisses: Das Ergebnis ist eine lange Zeit nachhaltig (Wenn Sie sich z.B. operieren lassen und Ihr Zwilling nicht, dann sehen Sie 8-10 Jahre jünger aus). Die Einwirkungen des Alterns und der Gravitation halten jedoch an, weshalb Sie in der Zukunft weitere Operationen in Betracht ziehen können.

Die wichtigsten Fragen, die Sie Ihrem Arzt in Bezug auf die Gesichtsstraffung stellen sollten:

Welches Verfahren würden Sie bei mir vorschlagen?

Wo genau werden die Schnitte ausgeführt bzw. entstehen Narben?

Was ist Ihre Erfahrung in Hinsicht auf diese Technik?

Werde ich meine Ziele mittels der Gesichtsstraffung erreichen können?

Welche Narkoseart schlagen Sie vor und wer wendet sie an?

Postoperativer Verlauf:

Krankenhausaufenthalt: 1–2 Tage

Während der ersten 2–3 Tage nach der Operation wird Ihr Gesicht mit einer Bandage mit leichtem Druck bedeckt sein.

Die stärksten Schwellungen werden während der ersten Wochen schnell verschwinden. Die restlichen Schwellungen, die nicht so sehr Aufmerksamkeit erregen, bleiben ca. 6 Monate. Danach sitzt die Haut vollständig auf dem Gesicht.

Während der ersten Wochen, wo die stärksten Schwellungen verschwinden, verringern sich auch das Spannungsgefühl auf der Haut und das Wahrnehmungsdefizit, bis sie schließlich vollends verschwunden sind.

Das Verschwinden von eventuellen dunklen Flecken an der operierten Zone, wird nach einer Dauer erfolgen, die von dem Hauttyp der Person abhängt. Diese Dauer kann bei sensiblen Personen bis zu 15 Tage betragen.

Der Patient darf während einer Zeitspanne von 3 nach der Operation nicht rauchen.

Er muss sich außerdem so weit wie möglich von den Sonnenstrahlen schützen. Sofern er dies nicht vermag, muss er Sonnencremes mit Schutzfaktor 30 anwenden. Nach einer endoskopisch / sub-periostalen Straffung der mittleren Gesichtshaut, kann man binnen 7–10 Tagen zum gesellschaftlichen Leben zurückkehren. In den ersten 3 Wochen lösen sich Ödeme auf. Die Zeitspanne von 3–6 Monaten nach der Operation ist die Periode der Umformung

Klassische Gesichts- und Halsstraffung

Die jeweilige Straffung des Gesichts und des Halses stellen eigentlich zwei separate Operationen dar. Sie werden aber beim klassischen Verfahren zusammen ausgeführt, weshalb sie auch zusammen erläutert werden können. Etwas was ihnen gemeinsam ist, ist der Umstand, dass sie besser zusammen mit oder in der Folge von endoskopischen Straffungen der oberen und mittleren Gesichtspartien ausgeführt werden. Klassische Gesichts- und Halsstraffungen vervollständigen kombinierte Operationen zur Gesichtsverjüngung, wobei auch die Altersprobleme der oberen und mittleren Gesichtspartien gelöst werden.

Nachdem bei Personen mittleren Alters die oberen und mittleren Gesichtspartien mittels endoskopischer Verfahren gestrafft worden sind, wird eine klassische Gesichtsstraffung ausreichen, damit die Kinnkonturen hervortreten, sowie das überschüssige Hautmaterial im Vorbereich der Wangen zusammengesammelt und die herabhängenden Parteien an den Mundwinkeln behoben worden sind. Bei Personen im fortgeschrittenen Alter kann es sein, dass zusätzliche Eingriffe bezüglich der gelockerten Haut des Halses oder der herabhängenden Partien am Hals ausgeführt werden müssen bzw. der Halsmuskel (Platysma) bearbeitet werden muss.

Bei der Verjüngung des Gesichtes sollte man – neben der Straffung der Haut - auch die Dimension der Tiefe beachten, denn das Gesicht besteht nicht nur aus der Haut, sondern außerdem aus einer Muskelschicht und aus den darunter liegenden Knochen. Im Allgemeinen werden nur die oberste bzw. die obersten beiden Schichten gestrafft, weshalb sich nach einer Weile wieder das präoperative Aussehen einstellt.

Die Hautschicht: Da die Haut aus einem elastischen Bindegewebe besteht, entspannt sie sich im Vergleich zum Spannen relativ einfach. Somit verschwinden die Wirkungen einer Straffung dieser Schicht frühzeitig und schnell.

Die SMAS - Schicht: Es handelt sich hierbei um eine Schicht, die die Faszien der Gesichtsmuskeln umfasst. Im Vergleich mit der Haut ist sie stärker. Eine Straffung dieser Schicht ist –verglichen mit der der Haut- zwar langlebiger, die Faltung in dieser Tiefe spielt aber keine sehr wichtige Rolle.

Die Schicht unter der SMAS – Schicht (subSMAS): Sie ist die widerstandsfähigste Schicht gegen die Straffung. In dieser Tiefe sind jene Straffungen besonders wirkungsvoll und nachhaltig, bei denen man durch die SMAS – Schicht hindurch stößt (Dissektion).

Um ein nachhaltigeres Ergebnis zu erreichen, ziehen wir es vor, in alle drei dieser Schichten einzugreifen.

Straffung des Halses: Nachdem alle drei Schichten des Gesichts (sub-periostal, SubSMAS, Haut) gestrafft wurden, wird – je nach Erfordernis - die Halsregion bearbeitet. Etwaige Fettansammlungen unter dem Kinn werden durch Fettabsaugung oder mittels einer offenen Chirurgie, die Lipektomie genannt wird (wobei das Fett abgeschnitten wird) abgetragen. Danach werden die Haut des Halses und die Muskeln separat freigelegt. Das Platysma (der Halsmuskel) wird zwecks der Erstellung von Spannkraft und Kontur in die mittlere Linie geführt. Die überschüssige Haut nach dem Prozess der Straffung, wird hinter den Ohren entfernt. Somit erhält man einen straffen Hals, ein Kinn mit signifikanten Konturen und ein Gesicht ohne Altersanzeichen.

Diese Eingriffe zur Verjüngung der unteren Gesichtspartien sind leider nicht so spurenlos zu vollbringen, wie es bei den endoskopischen Operationen zur Verjüngung der oberen und mittleren Gesichtspartien der Fall ist. Die erforderlichen Schnitte beginnen in den Regionen vor den Ohren, führen ins Innere der Ohren und wieder hinaus, passieren das jeweilige Ohrläppchen an der unteren Seite und reichen dann hinter das Ohr, bis sie dann in die behaarte Kopfhaut führen. Die Spuren werden aber höchst effektiv kaschiert und sind somit unsichtbar. Alle drei Schichten der Haut werden dabei gestrafft, weshalb die Nähte mit keinen Spannungen konfrontiert werden und somit unsichtbar bleiben. Die Spuren haben anfangs eine rote Farbe und verlieren sich binnen einer Zeitspanne von Monaten.

Vorbereitung zur Operation

Die wichtigste und nützlichste Vorbereitung zu einer klassischen Gesichts- und Halsstraffung ist das Aufhören mit dem Rauchen. Da der Eingriff alle Gewebe im Gesicht betrifft, ist es besonders wichtig, dass während des Genesungsprozesses die Gewebe mit ausreichendem Blut versorgt werden. Nikotingenuss verringert die Menge des Blutes, das zu den Geweben geleitet wird, weshalb die Ernährung dieser erst neulich verlegten Gewebe beeinträchtigt und die Genesung verzögert wird. Deswegen sollten Sie – wenn Sie Raucher sind - vor und nach der Operation damit aufhören, denn das ist ein Umstand, der auf den Erfolg der Operation direkt einwirkt.

Ein zweiter wichtiger Aspekt ist die Einnahme von Aspirin. Aspirin und ähnliche Medikamente verlängern die Blutungszeit, weshalb sie nicht nur vor klassischen Gesichts- und Halsstraffungen, sondern auch vor jeglichen anderen Operationen (10 Tage lang) und auch während einer gewissen Zeitspanne nach dem jeweiligen operativen Eingriff nicht verwendet werden sollten.

Klassische Gesichts- und Halsstraffungen werden unter Vollnarkose durchgeführt. Insofern dürfen Sie während einer Zeitspanne von 6 Stunden vor der Operation keine Lebensmittel mehr einnehmen. Nach Ihrer Ankunft im Krankenhaus werden Ihre Bluttests ausgeführt und ein Facharzt für Anästhesie untersucht und bewertet Sie. Dann erfolgt die Erstellung der erforderlichen Zeichnungen und Sie sind nun bereit für die Operation.

Der Genesungsprozess nach einer klassischen Gesichts- und Halsstraffung

Die Operation wird im Krankenhaus unter Vollnarkose durchgeführt und dauert 3–4 Stunden. Nach Erfordernis können eine endoskopische Straffung der oberen und mittleren Gesichtspartien, eine Fettabsaugung der Region unter dem Kinn, sowie eine klassische Gesichts- und Halsstraffung kombiniert ausgeführt werden.

Vier Stunden nach der Operation können Sie wieder Lebensmittel einnehmen und danach auch aufstehen. Der Eingriff erfordert meistens einen Aufenthalt von einer bzw. zwei Nächten im Krankenhaus. Kanülen verhindern ein etwaiges Austreten von Flüssigkeiten an der operierten Zone. Sie werden je nach der Menge der Flüssigkeit binnen 1–3 Tagen abgenommen. Ödeme und Schmerzen verebben eher, wenn Sie nach der Operation halb sitzend liegen. Nach dem Eingriff werden Sie Binden im Gesicht (in Hautfarbe), sowie Bandagen mit leichtem Druck am Kinn und Hals haben. Die Bandagen werden bei Ihrer Rückkehr nach Hause abgenommen. Diese Bänder werden zur wesentlichen Verhinderung von dunklen Flecken verwendet. Postoperative Schmerzen können mittels Analgetika leicht unter Kontrolle genommen werden.

Es liegen keine Bedenken gegen ein Waschen Ihrer Haare mit lauwarmem Wasser vor, nachdem Sie das Krankenhaus verlassen haben. Ihr Gesicht dagegen sollten Sie erst nach dem Entfernen der Binden waschen.

Nach dem zehnten Tag können Sie wieder Ihren gesellschaftlichen Beschäftigungen nachgehen. Sie müssen aber schwere Körperübungen und Aktionen, die zu viel Einsatz erfordern, während einer Zeitspanne von 6 Wochen vermeiden. Es kann zwei oder drei Monate dauern, bis Ihr Gesicht seine endgültige Form annimmt. Ihr Gesicht legt sich im Laufe der Zeit und wird schöner.

Die Risiken einer klassischen Gesichts- und Halsstraffung

Blutungen nach dem Eingriff sind solche Komplikationen, die meistens wegen Aspirin auftreten und können mittels Kanülen und Druckbinden verhindert werden.

Infektionen sind postoperativ sehr selten und können mit Hilfe von Antibiotika vermieden werden.
Schlimme Narben können bei Rauchern zurückbleiben, auch wenn von der Operation gute Ergebnisse erwartet werden.

Asymmetrien: Das menschliche Gesicht ist normalerweise asymmetrisch. Nach der Straffung der Gewebe kann es sein, dass diese Asymmetrie, die Ihnen vorher nicht aufgefallen war, plötzlich Ihre Aufmerksamkeit erregt.

Verletzungen tiefgelegener Gewebe und Nerven sind zwar nur selten bleibend, bilden sich aber meistens erst in langen Perioden zurück.

Haarverlust und Dissektionen an der Wunde beruhen meistens auf zu hoher Straffung.

Gewebeverluste sind nur selten, bei Rauchern anzutreffen.

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