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Die negativen Wirkungen von Stress, Erdanziehung, Rauchen und der Sonne kommen mit dem Alter mehr zu Tage und die Faktoren beeinträchtigen alle Gewebe im Gesicht. Die Gesichtsknochen werden schwächer, dünner und verlieren an Volumen. 

Die Muskeln verlieren ihre Spannung, werden lockerer und fangen durch die jahrelang wirkende Kraft der Erdanziehung an, zu hängen. Manche Muskelgruppen, die übermäßig in Anspruch genommen werden, führen zu unerwünschten Erscheinungsbildern (wie z.B. Zornesfalten, Falten an den Augenrändern).

Das Fettgewebe fällt zwischen dem sich lockernden Bindegewebe und Muskeln vor und wird bemerkbar. Wenn sich die weichen Gewebe und die Haut abwärts bewegen, kommt es unter den Augen und an den Wangen zu einem eingefallenen Aussehen und es treten entsprechend den schwächeren Punkten Grübchen und Falten auf.

Es bilden sich Hautüberschuss und Falten, die Haut verliert die Elastizität und hängt gemeinsam mit allen weichen Geweben. Durch diesen Mechanismus kommen im Gesicht die sogenannten statischen Linien hervor.  Auf der anderen Seite kommen durch jahrelange Betätigung der Muskeln für die Mimik, die wir oben erwähnten, und das Deutlichwerden der Falten der darüber liegenden Haut, die sogenannten dynamischen Linien hervor.

Das Gesicht nimmt eine Form an, wobei die Linien auf der Stirn und um die Augen  deutlicher werden, die Augenbrauen, die Backen, das Gebiet unter dem Kinn und die  Halshaut hängen,  die Augenlider und die Tränensäcke deutlicher werden und als Resultat sieht es älter, müde, traurig und eingefallen aus.

Gesichtsstraffung kann bei jeder gesunden Person angewandt werden,  die diese Wirkungen des zunehmenden Alters spürt.
Mit der Gesichtsstraffung können auch die Straffung der Augenlieder, ästhetische Nasenopperationen, Kinnvergrößerung, Kinnverkleinerung, Fettabsaugen unter dem Kinn und Injektion von Fett und Gewebe durchgeführt werden.

Wenn die Backen über den Backenknochen als ein Ganzes, gefüllt, vorn und oben platziert sind, werden damit Jugend, Gesundheit und Attraktivität assoziiert. Wenn die Ränder der Augenbrauen sich wie ein Bogen verlängern, erhält das Gesicht durch die Erhellung des Gebietes  oberhalb der Augen, ein attraktives Aussehen. Im Halsbereich ziehen die Konturen des Kinns die erste Aufmerksamkeit auf sich. Falls das Problem der Konturen des Kinns nicht mit dem Knochen zusammenhängt, können durch Gesichtsstraffung auch diese Konturen verbessert werden.  


Anatomische Gebilde, die vorn und oben sind, beschreiben die Jugend und gesundes Aussehen und die, die sich unten und hinten befinden, bedeuten Alter.

Chirurgische Techniken müssen diese Regel beachten. Der größte Fehler, der in der Vergangenheit gemacht wurde, war, dass das Gesicht seitlich und nach oben gestrafft wurde und chirurgische Methoden angewandt wurden, die zu Gesichtern führten, die unscharf und gespannt waren als ob sie aus dem Windkanal kämen und zu Mündern, die in die Breite gewachsen waren. Heute hat sich nun mehr die Erkenntnis durchgesetzt, dass das altern ein Prozess nach unten ist.
Das Altern im Gesicht wird in zwei Gruppen bewertet:

Das Mittelfeld des Gesichts, das die Augenregion, Augenbrauen, Stirn, die Eingrabungen an den Nasenrändern und die Mundregion umfasst. Das untere Feld des Gesichts, das unterhalb dieses ovalen Gebietes die Backen, unterhalb des Kinns und den Hals umfasst.  

Die Eingriffe, die vorgenommen werden um die Stirn, Schläfen, untere Augenlieder, Backenregion, Übergang der Nase zum Backen, und Mundränder zu glätten, werden als Straffung des Mittelgesichts bezeichnet und werden auf der Ebene der Knochen mit Anwendung endoskopischer Methoden ausgeführt, ohne Spuren zu hinterlassen. Bei der Operation zur Straffung des Mittelgesichts werden Schnitte von 1 cm zwischen den Haaren und im Mund vorgenommen. 

Da die endoskopische Gesichtsstraffung tiefer auf der Ebene des Knochens durchgeführt wird, sind die Ergebnisse nachhaltiger. Bei den Regionen vor den Ohren,  den Konturen des Kinns und der Halsregion hingegen, die sich hinter und unterhalb des Mittelgesichts befinden, werden die Eingriffe nach den klassischen Techniken der Gesichtsstraffung vorgenommen. Bei Operationen der Gesichtsstraffung kommt es darauf an, in welcher Schicht der Region die Straffung vorgenommen wird.

Die untere Gesichtsregion besteht an den Backen, bis über die Knochen, aus drei Schichten. Die eingesetzten Techniken richten sich danach, in welcher Schicht der Eingriff vorgenommen wird.

Die Haut ist die unsicherste Schicht; sie lässt früh und schnell nach.

SMAS steht für Superficial Musculo Aponeurotic System, zu Deutsch etwa oberflächliches Binde- und Muskelgewebe: Die Wirkung ist mittelmäßig und technisch gesehen ist es relativ einfach.

Tiefe Schicht (SubSMAS); ist das Verfahren, das wir vorziehen. Dazu ist anatomisches Fachwissen und chirurgische Kompetenz notwendig. Die Resultate sind sicherer, wirksam und beständig. 

An jeder einzelnen Region kann separat oder gemeinsam ein chirurgischer Eingriff vorgenommen werden.

Die Halsstraffung wird im Allgemeinen gemeinsam mit der Straffung des Mittelgesichts und der Tiefe-Schicht-Chirurgie vorgenommen. Der operative Schnitt, der bei der Backenstraffung (Straffung des Mittelgesichts) vorgenommen wird, wird hinter dem Ohr Richtung der behaarten Haut verlängert.

 Die Halshaut und die Halsmuskeln werden freigestellt und nach oben gezogen. Die Bänder (Platisma Muskel) die in der Mitte Ihres Halses dabei entstehen, wenn Sie Ihren Hals spannen, werden zusammengefasst und der Muskel sowie die Haut in zwei verschiedenen Etappen gespannt. Das Hängen und die Falten am Hals werden beseitigt, der Kinnwinkel wird deutlicher und man erhält ein gespanntes Aussehen am Hals. Da der Operationsschnitt hinter dem Ohr verbleibt, bleibt keine sichtbare Spur zurück.

Fettinjektion:

Bei dünnen Gesichtern  ist sie in jungen Jahren sehr wirksam.  Außerdem kann sie bei der Operation zur endoskopischen Straffung des Mittelgesichts als zusätzlicher Eingriff praktiziert werden. Allerdings kann das Zufügen von Volumen bei Patienten, die kein Volumenproblem am Gesicht haben, zu unnatürlichen dicken Gesichtern oder zu hängenden Bulldoggebacken führen. In diesem Sinne ist es für ein gutes Ergebnis sehr wichtig, dass sie beim richtigen Patienten vorgenommen wird, unabhängig davon, ob das Verfahren separat oder als ein Zusatzeingriff zur Gesichtsstraffung durchgeführt wird.  

Abtragung der Haut (Peeling, Laser und Dermabrasion):

Die Abtragung der Haut dient dazu dass die Schäden, die am Gesicht durch die Sonne und Umweltfaktoren entstanden sind, durch Abtragen der  Oberflächenschicht beseitigt werden und durch die Erhöhung der Kollagen-Synthese in den unteren Schichten eine jüngere und gespannte Haut erhalten wird. Peeling führt diese Prozedur auf dem chemischen Weg, Laser durch Verbrennen und die Dermabrasion auf dem mechanischen Weg aus. Sie kann als Zusatz zu den anderen Gesichtsverjüngungspraktiken eingesetzt werden. 

Endoskopische Stirn-, Schläfenstraffung, Augenbrauenstraffung:

Das ist eine Operation, die mit Anwendung endoskopischer Methoden ausgeführt wird ohne Spuren zu hinterlassen. Bei jungen Patienten oder bei Patienten in deren Gesichtern sich zu früh ein müder Ausdruck festgesetzt hat, erhält man rasche und erfolgreiche Resultate. Bei fortgeschrittenem Alter sind allerdings Eingriffe an den oberen Augenlidern ohne Augenbrauenstraffung undenkbar.    

Das Abschwächen der Zornesfalten-Muskeln durch endoskopische Techniken:

Durch Freistellen und Abschwächen der Muskeln, die als Korrugator und Procerus bezeichnet werden, kann man bei Zornesfalten nachhaltige Resultate erzielen (die bei Botoxanwendung nur vorübergehend sind). Durch endoskopische Techniken werden die Muskeln, die zu diesen Falten führen, abgeschwächt.

Endoskopische Subperiosteal Straffung des Mittelgesichts:

Das ist die Operation zur Gesichtsstraffung, die keine Spuren hinterlässt und bei Patienten im Alter von 20 bis 40 Jahren angewandt wird. Sie bezweckt, das Hängen der Backen im Bereich des Backenknochens und die zwei tiefen Falten (Nasolabialfalte und Tränenrinne) zu glätten. Mit dieser Technik wird ein gesundes und fülliges Aussehen am Backenknochen erreicht.  Sie bildet auch den Hauptrahmen für die radikalen Gesichtsstraffungsoperationen, die im Alter ab 50 durchgeführt werden.

Tiefe Schicht (Sub-SMAS) Backenstraffung:

Nachdem die Backenregion mit der endoskopischen Methode geglättet wird,  ist sie die wirksamste Methode bei der Bildung und Verjüngung von Mundwinkeln und Konturen des Kinns.

Halsstraffung:

Das Ziel hierbei ist es, das überschüssige Fett in der Halsregion zu entfernen, die Straffung des erschlafften Halsmuskels in der Mittellinie und hinter den Ohren und die Entfernung der überschüssigen Haut.

Triplanar Facelifting (Gesichtsstraffung in drei verschiedenen Tiefen):

Das ist die Bezeichnung der Kombination für die endoskopische Behandlung über dem Backenknochen, Mundwinkel und Kinnkontur als tiefe Schicht Sub-SMAS und der Haut sowie Muskel- und Hautverjüngung am Hals. Wenn eine der Dermabrasionen  noch dazukommt, wäre es geeigneter von einer  4 Plan-Gesichtsstraffung zu sprechen. In der Zukunft wird die Gesichtverjüngung durch die Anwendung der für den Patienten günstigsten Kombination dieser Techniken realisiert werden. 

Die Operation für die Gesichtverjüngung wird im Krankenhaus und unter Vollnarkose ausgeführt. Der Eingriff dauert pro Gesichtsabschnitt zwischen 1,5 bis 2 Stunden und die Straffung des ganzen Gesichts kann zwischen 4 bis 6 Stunden dauern. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes beträgt 1 bis 2 Tage.

Die auf die Operation folgenden 2 bis 3 Tage bleibt das Gesicht unter einem Verband mit leichtem Druck.  Nach der Operation können in der Gesichtregion Beschwerden wie Schmerzen, ein Gefühl der Gespanntheit, Ödeme (Schwellungen), blaue Flecke und Taubheit an der Hautoberfläche vorkommen. Die Schmerzen sind jedoch nicht so stark, dass sie Unbehagen bereiten und können leicht mit Schmerzmitteln unter Kontrolle gehalten werden.  Die Schwellung geht in einigen wenigen Wochen zurück.

Es dauert ca. 6 Monate bis die restliche, sehr geringe und unauffällige Schwellung  ganz schwindet und die Haut sich auf das Gesicht komplett setzt. In den ersten wenigen Wochen, in denen sich die Schwellung rasch zurückbildet, gehen auch das Gefühl der Gespanntheit und die Taubheit auf der Hautoberfläche zurück und schwinden schließlich ganz. Das Schwinden der blauen Flecken in der Operationsregion kann, je nach den Hauteigenschaften der Person, verschieden lang dauern. Diese Frist kann bei empfindlicher Haut bis zu 15 Tagen dauern.